Frühlingsgefühle

Frühlingsgefühle

Vorfreude auf ein baldiges Wiedersehen. Darauf, dass wir dann endlich ein wenig mehr Zeit haben werden, uns richtig kennen zu lernen; miteinander zu reden.
Ohne dass einige dutzend anderer Leute, die uns zu kennen glauben, zuhören dabei, wie wir versuchen, unsere Lebensgeschichten und Gedanken durch zarte Netze zu verknüpfen.
Viel zu wenig konnten wir unser letztes Treffen nutzen. Wir wollten doch beide nicht zu offensichtlich sein.
Oh, diese Vorsicht!
Doch bei unserem nächsten Treffen können wir so viel reden, wie wir möchten. Oder schweigen und uns anlächeln, verlegen und fragend.

Ich muss an deine Augen denken; so braun, dass man ihnen einfach vertrauen muss.
Und an die kleinen Gesten. Wie du dich zu mir gesetzt hast. Mich angelächelt hast. Diese verstohlenen Blicke…

Worte auf Papier. Das ist es, was uns in den nächsten Tagen und Wochen genügen muss. Vielleicht ist das sogar ganz gut so. Denn solange ich nicht sprechen muss, bin ich mutiger.
Trotzdem kann ich das Wiedersehen kaum erwarten. Wie wir in der Stadt – „deiner Stadt“ – in einem Café sitzen werden. Oder durch die Frühlingssonne schlendern. Und dabei ganz vorsichtig reden werden.

Ich fürchte mich ein wenig davor…

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Klang der Worte

Belvedere, Wien

Den folgenden Text habe ich nach langer Zeit wiedergefunden, geschrieben vor vier Jahren.
So viel ändert sich in vier Jahren. Doch manche Gedanken, manche Gefühle seltsamerweise nicht.

Ein altes Radio. Alte Musik. Klassische Musik. Traurigkeit. Oder zumindest ein ähnliches Gefühl.
Sommer mit Regen. Oder zumindest mit vielen Wolken. Dafür umso weniger Worte. Mitsummen.
Überlaufen vor lauter Inspiration. Und sobald man sich ein Blatt Papier nimmt nicht wissen, was man darauf krizzeln soll. Malen? Schreiben? Dichten?
Gedichte lesen und beeindruckt sein. Dieser Klang der Worte. Ihn niemals einfangen können.
Appetit auf Schokolade und Kuchen. Tee trinken. Musik machen wollen. Auf einem alten Klavier.
Sehnsucht. Doch wonach genau? Zukunft? Vergangenheit? Einer anderen Gegenwart?
Wissen, dass man nichts ändern kann an diesem seltsamen Gefühl.

Morgenluft

Morgenluft

In aller Einsamkeit wachte sie auf. Fahles Dämmerlicht drang durch das Fenster. Die Stille wurde nur gelegentlich von Autos unterbrochen, die die kleine Dorfstraße entlang fuhren.

Der ganze Tag lag noch vor ihr und in der Dunkelheit des kleinen Hotelzimmers schmiedete sie ihre Pläne, wie sie den heutigen Tag mit möglichst viel Leben füllen könnte.
Wandern wollte sie gehen. In die umliegenden, morgens noch nebelverhangenen Berge.
Vor niemandem würde sie sich rechtfertigen müssen für ihre heutigen Entscheidungen.
Das war der schönste Teil des Alleinseins.

Sie stand auf und öffnete das Fenster. Kühle Morgenluft drang in das Zimmer, gemeinsam mit dem Vogelgezwitscher, das den Frühling begrüßte.
Eine ganze Weile blieb sie vor dem geöffneten Fenster stehen und beobachtete wie hinter den letzten Häusern des Dorfs der Himmel langsam heller wurde, sich rot und orange färbte, und die Sonne schließlich am Horizont erschien.
Der Tag versprach herrlich zu werden.

Der Weg zum Buch

Buch & Tee

Ich möchte Autor werden. Bücher veröffentlichen.
Doch wie komme ich dort hin?

Absagen habe ich schon genug erhalten. Also wird mein erstes Buch von mir selbst veröffentlicht. Als e-book.
Weiter weiß ich nicht.

Zunächst brauche ich also einen Plan.
Schritte, die ich gehen muss (doch wer weiß in welcher Reihenfolge?) :

  • ein Pseudonym finden
  • Mein Buch (Band I) vollständig überarbeiten
  • einen Entwurf für Band III schreiben
    und Band I vielleicht nochmal anpassen
  • das Cover designen (lassen)
  • einen passenden Buchtitel finden
  • mehr über e-books lernen
  • mehr über Selfpublishing lernen
  • einen Autoren-Blog erstellen
  • großartige Beiträge bloggen
  • den Klappentext schreiben
  • einen Marketing-Plan erstellen
  • mit dem Promoten beginnen
  • das erste Buch veröffentlichen!

Durcheinander

Scheinbar geordnet

In meinem Kopf ist es wie in meinem Zimmer – das, was die Menschen davon sehen, sieht ordentlich und aufgeräumt auf.
Doch öffnet man alle Schränke und Schubladen, merkt man, dass nichts dort ist, wo es hingehört und alles durcheinander liegt.

Jeder Versuch, meine Gedanken zu ordnen, ist bisher gescheitert. Gedanken lassen sich nicht ordnen. Wenn man sie dorthin räumt, wo sie deiner Meinung nach hingehören, verursachen sie ein noch größeres Chaos. Weil sie sofort aufspringen und an den nächsten falschen Platz rennen. Du kannst keine vernünftige Entscheidung mehr treffen.
Von wegen Head versus Heart. Ich weiß ja nichtmal, was wozu gehört.

Keine Sorge, mir geht es gut. Als ich das geschrieben habe, waren meine Gedanken überfordert, denn sie sollten geordnet werden.
Ich bin gescheitert. Das ist okay so, sie waren noch nie geordnet.