Morgenluft

Morgenluft

In aller Einsamkeit wachte sie auf. Fahles Dämmerlicht drang durch das Fenster. Die Stille wurde nur gelegentlich von Autos unterbrochen, die die kleine Dorfstraße entlang fuhren.

Der ganze Tag lag noch vor ihr und in der Dunkelheit des kleinen Hotelzimmers schmiedete sie ihre Pläne, wie sie den heutigen Tag mit möglichst viel Leben füllen könnte.
Wandern wollte sie gehen. In die umliegenden, morgens noch nebelverhangenen Berge.
Vor niemandem würde sie sich rechtfertigen müssen für ihre heutigen Entscheidungen.
Das war der schönste Teil des Alleinseins.

Sie stand auf und öffnete das Fenster. Kühle Morgenluft drang in das Zimmer, gemeinsam mit dem Vogelgezwitscher, das den Frühling begrüßte.
Eine ganze Weile blieb sie vor dem geöffneten Fenster stehen und beobachtete wie hinter den letzten Häusern des Dorfs der Himmel langsam heller wurde, sich rot und orange färbte, und die Sonne schließlich am Horizont erschien.
Der Tag versprach herrlich zu werden.

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