Nicht immer nur nach unten

Krokus

„Es kann doch nicht immer nur nach unten gehen.
Irgendwann muss das Leben auch wieder schöner werden.“
Herausfordernd sah sie durch den Raum. Dann, als keiner ihr zu widersprechen wagte, bließ sie sich, fast ein wenig erleichtert, eine blonde Strähne aus der Stirn.
Sie war es leid, diese Diskussionen zu führen. Ihr war klar, dass ihr Leben in Trümmern lag. Ein riesiger Haufen Schutt und Asche und Staub lag in einem unglaublichen Durcheinander vor ihr und behauptete, ihre Gegenwart zu sein.
Das, was gestern noch als Zuhause, Familie und Freunde schön poliert vor ihr gestanden hatte.

Doch was half all das Jammern? Sie war ganz unten angekommen. Das musste sie sein, weiter nach unten konnte sie nicht mehr kommen. Und jetzt galt es, Schritt für Schritt, Stufe für Stufe, wieder nach oben zu klettern. Und sie würde wieder oben ankommen.

Sie bemerkte die Blicke der anderen. Ihnen war anzusehen, dass sie ihre Worte für dummes Gerede hielten.
„Immerhin habe ich ein Ziel vor Augen!“, fauchte sie, stürmte aus dem Raum und ließ die anderen Menschen, denen es nicht besser ging als ihr, sprachlos zurück.

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