Segel setzen

Segel

Es war Sommer und wir setzten unsere Segel.
Nicht nur im übertragenen Sinne. Tatsächlich auch im wahrsten Sinne des Wortes.

Das Segelschiff ragte meterhoch vor uns auf, in prachtvollen weiß.
All die Masten und Taue und Seile verwirrten mich, als könnte man sich darin verlaufen. Gleichzeitig strahlten sie eine Ordnung und eine Vollständigkeit aus, dass es fast schon beruhigend war.
Das also würde unser Zuhause sein für die nächsten Tage und Wochen.

Ich sog den Geruch des Meeres ein. Es roch nach Salz, schwach nach Fisch und stark nach Freiheit. Eine Möwe zog über uns vorbei, beinahe lautlos, durchflog einen Himmel, der so blau war, dass es in den Augen wehtat.

Mein Koffer wartete geduldig zu meinen Füßen darauf, auf dieses Schiff getragen zu werden.
Ich warf einen fragenden Blick zur wichtigsten Person in meinem Leben, die direkt neben mir stand. Wir brauchten keine Worte, um zu wissen, was die andere dachte.
Stumm nickte sie mir zu und wir griffen fast gleichzeitig nach unseren Koffern.

Nebeneinander gingen wir auf das Schiff zu, bereit dafür, die Segel zu setzen.

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