Mein Leben ändern

Conquer Mountains

Es war der 7. März an dem ich beschloss, mein Leben zu ändern.

Normalerweise beschließt man so etwas nicht von einem Tag auf den nächsten. Es muss irgendetwas Einschneidendes passieren. Etwas Tragisches. Oder zumindest muss ein neues Jahr beginnen. Oder ein neues Lebensjahr.
Man ändert sein Leben nicht von heute auf morgen.
Doch der 7. März war eigentlich kein besonderer Tag. Er war genauso ereignislos wie es schon der 6. März gewesen war. Und der 5. März. Und all die anderen Tage zuvor.
Und vielleicht war eben das der Anlass für meinen Entschluss.

Vielleicht gab es aber auch noch einen konkreteren Grund. Und dieser Grund hieß Ronja.

Leuchtfeuer

Abendhimmel

Hier sitzen wir, vom Leben überfordert. Lassen uns auffordern zu einem letzten Tanz, bevor der Tag den Himmel silbern färbt.
Wir singen laut, so laut, dass sogar der Tod es hören kann.
Wir lachen ihm frech ins Gesicht.
Denn noch herrscht Nacht und wir sind die Lichter, die sie erleuchten.
Denn wir sind Leuchtfeuer in der Finsternis.

Das Leben teilen

Brombeeren

Dann nahm sie meine Hand. Wofür waren beste Freundinnen schließlich da?
Und während ich noch immer auf die Gänsehaut auf meinen Armen starrte, stolperten meine Beine schon ihr hinterher. Sie hatte schon recht. Natürlich hatte sie das.
Draußen schien die Sonne. Wer wollte da schon in seinem Zimmer sitzen?
Wer, außer mir?
Das Alleinsein hatte mir noch immer gut getan. Hatte ich zumindest behauptet. Und mich selbst davon überzeugt. Und alle anderen davon überzeugt.
Nur sie nicht. Denn sie kannte mich schließlich besser, als all die anderen Menschen, die behaupteten, mich zu kennen.

Und während ich so mit mir und meinen Sorgen beschäftigt war, hatte sie sich in mein Zimmer und in meine Gedanken geschlichen. Und nun sorgte sie für das, was schon lange überfällig war: Dass ich mein Leben mit Menschen teilte. Auch wenn es nur eine einzige Person war. Sie.

Wir rannten durch den Wald, den Hirschen hinterher.
Wir aßen noch nicht ganz reife Brombeeren, die fürchterlich sauer waren.
Wir lachten, bis wir Bauchweh bekamen.
Wir wateten durch den eiskalten Bach, über glitschige Steine, bis wir unsere Füße nicht mehr spüren konnten.
Und manchmal redeten wir.
Himmel, ich hatte gar nicht gewusst, wie gut das sein konnte.

 

Das Universum und meine Religion

Sternenkarte

Wir sind solch winzige Punkte in diesem großen Universum.
Und doch schaffst du es, dass du mit einem einzigen Satz nicht nur die Erde auseinandernimmst, sondern alle Sterne und Sonnen zum Leuchten bringst.

Als wüsstest du, was zwischen Neptun und Pluto vor sich geht.
Und in meinem Kopf.

Du kennst mehr Zitate, als ich Bücher gelesen habe.
Und das will schon was heißen.
Du verstehst Sokrates und Platon und erklärst die Relativitätstheorie als wäre es ein einfaches Backrezept.

Wenn du es mir vorschlagen würdest, ich würde von der höchsten Klippe springen und – obwohl ich Angst vor dem Meer habe – durch die tiefsten Ozeane schwimmen.
Denn deine Worte können mich alles vergessen lassen.
Sie sind wie meine Bibel.
Und du bist meine Religion.

Sehnsucht nach Wildnis

Zelt

Und plötzlich, als ich so in meinem Sessel vor dem geöffneten Fenster saß und die kühle Abendluft hereinströmte, übermannte mich die Sehnsucht.
Ich wollte draußen sitzen, ein wenig frieren, und die Decke fester um mich ziehen. Am Horizont Berge und Wälder sehen, statt Häusern.
Die Luft roch so verlockend frisch.
Ich wollte draußen sitzen, bis ich völlig durchgefroren war und dann in das Zelt und in meinen kuscheligen Schlafsack krabbeln.
Die Zähne nicht vor dem Badezimmerspiegel putzen, sondern vor 110 Meter hohen Klippen.
Die Nachbaren sollten keine neugierigen Menschen sein, sondern Schafe, die fröhlich ihr „Mäh“ riefen.
Und die Hintergrundgeräusche stammten nicht von Autos sondern von Vögeln, dem Wind und dem Meer.

I am a mess and we are just friends

Mess

Honestly, I have no idea why you are so attracted by me.

You are like the coolest person alive.
Plus: you know what you want.
Whereas I have no idea.

I’ve always been honest with you.
Because for me you’ve always been like ‚just a friend‘
At least that’s what I’ve always thought. Until now.
How can someone possibly ever fall in love with my honest Me?

I am a mess.
I am broken.
I don’t know how to fix my life.

I am a drama queen, but I always wanted to be a king, instead.

And now I am rude.
To such an important person: You.
Just because I can’t sort out my life.

Can you forgive me?