Eine Grenze, die wir uns teilten

Schwere Geschütze

Wo endet deine Welt und wo beginnt die meine?

Schon viel zu lange waren die Grenzen zu nah beieinander.
Zuerst nur wollte ich eine Brücke bauen. Vielleicht. Ganz sicher.
Doch die Grenzen kamen sich immer näher.
Verschwammen miteinander. Immer stärker.
Bis sie eine einzige waren. Eine Grenze, die wir uns teilten.

Ich war mir sicher, das würde reichen.
Näher konnten sich Menschen nicht kommen. Dachte ich.

Und plötzlich war da keine Grenze mehr.
Meine Gedanken waren in deinem Kopf
und deine Gedanken waren in meinem Kopf.
Wie waren sie dort nur hineingekommen?

Ich wollte dich hinauswerfen.
Mit schweren Geschützen bedrohen.
Mir waren meine Grenzen wichtig.
Ich wollte sein wie die Schweiz: Unabhängig.
Ich war auch wie die Schweiz: Umzingelt.
Denn du warst wie der Rest Europas. Viel größer als ich.

Ein friedliches Nebeneinander sollte doch denkbar sein.
Denkbar schon. Doch leider nicht möglich.

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