Fading light

 

Fading Light

Here is the light, it is fading.
There are the stars, they are dying.
Here was the love, it was leaving.
There was my heart, it is breaking.

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Dieser eine Nachmittag der Gemütlichkeit

Türkentor

Weißt du, wo ich jetzt gerne wäre?
Erinnerst du dich an diese seltsame Ausstellung in „deiner“ Stadt?
Wo in diesem kleinen Gebäude (das in seinem früheren Leben irgendein Tor oder so gewesen war) nur eine riesige, angenehm rote Steinkugel war.
Sie war da einfach nur.
Draußen war es kalt und es regnete.
Und wir saßen auf dieser warmen Holzbank am Fenster.
Vielleicht rannen die Tropfen außen an der Scheibe hinunter. Ich weiß es nicht mehr so genau.
Und irgendwie war das beruhigend.

Es war niemand da außer uns.
Und der Türsteher oder was das war.
Ich dachte damals, das muss doch der langweiligste Job auf Erden sein.
Heute bin ich fast schon ein wenig neidisch auf diesen Arbeitsplatz.

Noch immer denke ich gern an diesen Nachmittag zurück.
Das war der Inbegriff der Gemütlichkeit und Entspannung.

Niemand konnte uns etwas antun an diesem Tag.

Konfessionen

Worte

Ich glaube an Worte.
An gesprochene und vor allem an geschriebene Worte.
An deren Macht und an deren Bedeutung. Für die Menschheit und die ganze Welt. Ich glaube, dass man Menschen wachrütteln muss. Und ich glaube, dass ich das tun sollte. Mit Worten. Denn Worte sind meine Waffe.
Ich glaube jedoch, dass ich zu schwach bin. Dass meine Worte nicht ausreichen werden, um die Welt zu verändern.
Doch ich glaube auch, dass ich es trotzdem schaffen kann.
Mit dir.

Ich glaube an Bücher und an Lesen ganz allgemein.
Ich glaube, dass viel mehr Menschen viel mehr Bücher lesen sollten.
Dass es kein größeres Kompliment gibt als „Mir haben noch immer alle Bücher gefallen, die dir gefallen haben.“
Dass Bücher sowieso immer alles gut machen. Noch mehr als Tee. Und Schokolade. (Zusammen.)
Ich glaube, dass man sich in Bücher flüchten kann und dass Bücher ein besseres Zuhause abgeben als vier Wände und ein Dach es jemals könnten.
Ich glaube, dass man immer ein Buch mindestens zwei gute Bücher dabei haben sollte. Nur für den Fall, dass man sie brauchen könnte. Was doch eigentlich immer ist.
Ich glaube, dass Bücher die Menschheit retten können. Und die ganze Welt. Deine und meine.

Ich glaube an Musik. Dass sie vielleicht nicht unbedingt die ganze Welt verändern kann. Aber zumindest die Menschen.
Ich glaube, dass Musik unseren Erinnerungen einen Streich spielen kann. Und all unseren Emotionen.
Ich glaube, dass man manche Lieder nur wegen der Melodie immer und immer wieder anhört. Und andere nur wegen der Worte. Und andere nur wegen der Bedeutung. Und manche mag man theoretisch gar nicht und trotzdem bewegen sie dich mehr als es so manches „Ich liebe dich.“ jemals konnte.

Und ich glaube, dass ich dich liebe.
Dass das Wort „Freundschaft“ gar nicht mehr reicht für uns. Dass wir viel mehr sind als nur Freunde.
Ich glaube, dass ich dir näher bin als mir selbst. Dass unsere Herzen in einem Rhytmus schlagen. Und trotzdem jedes sein eigenes Lied spielt. Ich glaube, dass wir die selben Worte haben und dennoch verschiedene Sätze bilden. Als wären wir eins und zwei und alles zusammen zur selben Zeit.
Ich glaube, dass nur Menschen wie du meinem Leben einen Sinn geben.

Ich glaube an Flaschenpost. An To Do Listen. An Briefe aus Estland. An Armbänder aus Griechenland. Ich glaube ans Kühe erschrecken. An Bachwanderungen. An Grundschulfreundschaften. An Tee zu jeder Zeit. Und ans Rosinen essen mitten in der Nacht.
Ich glaube an deine Buchempfehlungen. Immer.
Ich glaube an das stumme Einverständnis. An gleiche Gedanken auf Autobahnbrücken. Ich glaube an das Wachsen. Nebeineinander. Und übereinander. Und aneinander. Und gegeneinander. Und miteinander. Und wegen einander.

Und ganz allgemein glaube ich immer und zu jeder Zeit und uneingeschränkt und bedingungslos an dich.

Ich glaube weiß, dass ich mein „okay“ und mein „always“ gefunden habe.
In dir.
Denn ich glaube, du weißt immer, auf welche Bücher ich gerade anspiele.

Oh, und ich glaube, aus diesen „Konfessionen“ wurde gerade eine „Liebeserklärung“. Ich hoffe, das zählt trotzdem.

A girl who reads

A girl who reads

You should date a girl who reads.
Date a girl who reads. Date a girl who spends her money on books instead of clothes, who has problems with closet space because she has too many books. Date a girl who has a list of books she wants to read, who has had a library card since she was twelve.

Find a girl who reads. You’ll know that she does because she will always have an unread book in her bag. She’s the one lovingly looking over the shelves in the bookstore, the one who quietly cries out when she has found the book she wants. You see that weird chick sniffing the pages of an old book in a secondhand book shop? That’s the reader. They can never resist smelling the pages, especially when they are yellow and worn.

She’s the girl reading while waiting in that coffee shop down the street. If you take a peek at her mug, the non-dairy creamer is floating on top because she’s kind of engrossed already. Lost in a world of the author’s making. Sit down. She might give you a glare, as most girls who read do not like to be interrupted. Ask her if she likes the book.

Buy her another cup of coffee.

Let her know what you really think of Murakami. See if she got through the first chapter of Fellowship. Understand that if she says she understood James Joyce’s Ulysses she’s just saying that to sound intelligent. Ask her if she loves Alice or if she would like to be Alice.

It’s easy to date a girl who reads. Give her books for her birthday, for Christmas, for anniversaries. Give her the gift of words, in poetry and in song. Give her Neruda, Pound, Sexton, Cummings. Let her know that you understand that words are love. Understand that she knows the difference between books and reality but by God, she’s going to try to make her life a little like her favorite book. It will never be your fault if she does.

She has to give it a shot somehow.

Lie to her. If she understands syntax, she will understand your need to lie. Behind words are other things: motivation, value, nuance, dialogue. It will not be the end of the world.

Fail her. Because a girl who reads knows that failure always leads up to the climax. Because girls who read understand that all things must come to end, but that you can always write a sequel. That you can begin again and again and still be the hero. That life is meant to have a villain or two.

Why be frightened of everything that you are not? Girls who read understand that people, like characters, develop. Except in the Twilight series.

If you find a girl who reads, keep her close. When you find her up at 2 AM clutching a book to her chest and weeping, make her a cup of tea and hold her. You may lose her for a couple of hours but she will always come back to you. She’ll talk as if the characters in the book are real, because for a while, they always are.

You will propose on a hot air balloon. Or during a rock concert. Or very casually next time she’s sick. Over Skype.

You will smile so hard you will wonder why your heart hasn’t burst and bled out all over your chest yet. You will write the story of your lives, have kids with strange names and even stranger tastes. She will introduce your children to the Cat in the Hat and Aslan, maybe in the same day. You will walk the winters of your old age together and she will recite Keats under her breath while you shake the snow off your boots.

Date a girl who reads because you deserve it. You deserve a girl who can give you the most colorful life imaginable. If you can only give her monotony, and stale hours and half-baked proposals, then you’re better off alone. If you want the world and the worlds beyond it, date a girl who reads.

Or better yet, date a girl who writes.

By Rosemarie Urquico

Hier gefunden: http://venae-cavae.tumblr.com/

Er schwieg

Decke

Er antwortete nicht. Ging einfach nicht darauf ein.
Ich fühlte mich nackt, verletzlich.
Als hätte mir jemand (also ich mir selbst) die Kleider vom Leib gerissen
und nun wurde mir eine schützende Decke verwehrt.

Und er war der einzige, der mir eine Decke reichen konnte.
Nur mit seinen Worten.
Doch er antwortete nicht.
Dabei hatte er das noch immer getan.
Geantwortet. Decken gereicht.
Ganze Höhlen aus Decken für mich gebaut.
Doch er schwieg.
Und ich brach in Tränen aus.

Gestern war die Welt noch in Ordnung

Tasse mit Aussicht

Die Sonne macht mich übermütig.

Von der Gesamtsituation überfordert.

Das Geräusch, an das man denkt, wenn man „glitzern“ hört.

Am Randstein sitzen und Eis Pizza essen.

Wäre es nicht cool, wenn die Bäume uns zu Hilfe eilen würden?

Das Gras schien in der Sonne, als würde es gleich in Flammen aufgehen.

Manchmal wünsche ich mir, ich könnte mich selbst beschützen.

Gestern war die Welt noch in Ordnung.

Die Erde blieb mit einem Ruck stehen.

Apfelkuchenluft

Tee

Draußen vor dem Haus kreisen Vögel über das Feld, sammeln sich auf den Bäumen und Stromleitungen für den Flug gen Süden.
Nebel steht über den Wiesen, der Wind pfeift durchs Gras.
Spaziergänger mit dicken Jacken und den Mützen tief ins Gesicht gezogen laufen vorbei, die Backen rot und die Hände tief in die Taschen geschoben.

Ich sitze in der warmen Küche, eine große Kanne Tee vor mir auf dem Tisch.
Der Backofen pustet warme Apfelkuchenluft in den Raum.
Es riecht nach Zimt. Nach bunten Blättern und feuchtem Nebel. Nach Herbst.