Ein Leuchtturmwärterplatz

DSC02200

Dort möchte ich stehen. Weit über der Welt. Weit über den Dingen.
Das tosende Meer unter mir, der tosende Wind um mich herum.
Und ich sitze in meinem Leuchtturm, umgeben von sicheren Wänden, die mich schützen vor all dem Lärm, vor all dem Sturm, vor allem.

Ist ein Leuchtturm nicht ein wundervolles Konstrukt?
Er verbreitet Licht in dunklen Nächten und dunklen Stürmen.
Er weißt Schiffen und den Menschen darin den Weg.
Er schützt vor Katastrophen.

Das ist doch genau das, wonach jeder Mensch sucht.
Licht gegen die Dunkelheit in uns.
Wegweiser im Irrgarten der Gesellschaft.
Schutz vor den Katastrophen des Lebens.

Freiheit

DSC09874

Ich bin die Flamme, die die Nacht erleuchtet.
Ich bin das Schwert, das den Feind bezwingt.
Ich bin die Vorhut, die den Weg bereitet.
Ich bin die Hand, die die Klinge schwingt.

Stelle dich mir entgegen,
du, mit deinem Hass und deiner Gewalt.
Stelle dich mir in den Weg,
du, diese dunkle Gestalt.

Du wirst es nicht schaffen mein Licht zu löschen,
ich leuchte selbst im Tod – wie ein Stern.
Du wirst es nicht schaffen, meine Macht zu brechen,
denn die Stimme der Freiheit kann jeder hören.

Tagträume von Wildnis

DSC00358

Wir werden den ganzen Tag über draußen sein.
Abseits der bekannten Wege den Pfaden von Rehen folgen.
Neue Wege gehen.
Die Sonne im Gesicht, den Wind in den Haaren, den Regen auf der Haut.
Und abends werden wir uns in unser Zelt verkriechen, das unser Zuhause sein wird.
Wir schlafen ein zum Knistern des Feuers und zum Rauschen des Meeres.
Kein Wecker reißt uns morgens aus dem Schlaf, nur die Sonne, die im Sommer so wahnsinnig früh aufgeht. Und manchmal die Schafe, die neugierig an unserem Lager vorbeiziehen.

Der Natur überlassen, der Wildnis ausgeliefert.
Nur der Ozean macht unsere unendliche Freiheit endlich.

Bunter Rauch

DSC05437

Die Wolken färbten sich rot und orange und gelb, blau und grün.
Nebel stieg auf und bunter Rauch, der sich mit den Wolken vermischte.
Und die Lichter jagten über den Himmel.
Schossen scheinbar zielstrebig auf ihre Plätze zu, um dort in tausende Sterne zu explodieren.

Es hätte schön sein können, dieses Feuerwerk in der Kälte der Nacht.
Hätten wir nicht gewusst, was all das zu bedeuten hatte.

Der Nebel verhüllte den Himmel, verdeckte die Sterne, die uns den Weg weisen sollten.
Und der Rauch kam vom Verbrennen der Trümmer, die mal unsere Welt gewesen waren.

Liebeserklärung an F. – Teil III

naked

Jeden weiteren Tag meines Lebens möchte ich mit dir verbringen.
Die ganze Welt bereisen, großartige Abenteuer erleben, von denen wir noch unseren Kindern und Enkelkindern erzählen werden.
Jeden Ort, den ich sehen will, jede Herausforderung, die ich annehmen will, möchte ich nur mit dir erleben.

Denn sobald du nicht da bist, fehlt etwas unsagbar Wichtiges.
Als wäre man nackt und verletzlich.
Als würde die Luft plötzlich dünner.
Als könnte man die Schönheit der Welt nur in schwarz/weiß sehen.
Als würde der bedeutendste Teil fehlen.

Lass mich bitte nicht allein.

Teil I
Teil II