Friedfertig

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Ich bin ein friedfertiger Mensch.
Ich bin so friedfertig, ich würde selbst dann noch versuchen Murmeln zu spielen, wenn der Gegner schon längst die Murmeln durch Granaten ausgetauscht hätte.
Der einzige Mensch, den ich anschreien kann, bin ich selbst.
Und auch dann schreie ich so leise, dass nur ich selbst mich hören kann.
Der Terror lässt sich nicht besänftigen und dennoch rede ich mit ruhiger Stimme auf ihn ein.

Und manchmal frage ich mich, wo der Unterschied zwischen Sanftmut und Naivität, zwischen Naivität und Leichtsinn, zwischen Leichtsinn und Dummheit liegt.

Und wäre es dann nicht ein Analogieschluss, Sanftmut mit Dummheit gleichzusetzen?

Doch dann gibt es Momente, da frage ich mich:
Muss man die Stimme heben, um laut sein zu können?
Muss man die Stimme heben, um gehört zu werden?
Muss man Gewalt anwenden, nur weil man es kann?

 

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7 Gedanken zu “Friedfertig

  1. Die Stimme ist ein ausdruckstarkes Organ und trägt durchaus weit. Es ist wichtig, manchmal seine Stimme zu erheben und mit Worten Farbe zu bekennen, Einspruch zu erheben, Bedenken äußern; zu singen und zu jubeln, aber sich gewaltsam Gehör zu verschaffen oder Gewalt anzuwenden, ist durch nichts zu rechtfertigen.

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    1. Natürlich muss ich dir recht geben. Jedoch gibt es immer wieder Situationen, bei denen man das Gefühl hat, dass sie Stimme allein nicht mehr reicht. Und dann zweifle ich manchmal an der Friedfertigkeit. Zum Glück aber nicht zu oft!

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