Liebster Award

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Natürlich freue ich mich, dass ich schon zum zweiten Mal für den „Liebster Award“ nominiert wurde. Nachdem es zurzeit aber irgendwie modern ist, den abzulehnen, habe ich mir natürlich Gedanken gemacht. Ist es narzisstisch, selbstverliebt, diesen Award anzunehmen? Und dann auch noch zum zweiten Mal?
Allerdings gefällt mir das, worum es dabei geht: Dass Blogger andere Blogger weiterempfehlen und dadurch unterstützen und ihnen einfach sagen „Hey, mir gefällt was du tust“. Das ist doch schön.
Deswegen bedanke ich mich ganz herzlich bei Colleen, deren Blog ich übrigens sehr gerne lese (also unbedingt mal bei ihr vorbeischauen!), und werde ihre Fragen sehr gerne beantworten, zumal sie sich wohl echt Mühe gegeben hat, dass sie irrsinnig & tiefgründig sind!

Erst aber noch die Regeln (Colleen hat die sehr schön verkürzt!)
1. beantworte die 11 Fragen der Person, die dich nominiert hat
2. verlinke die Person, die dich nominiert hat
3. nominiere deinerseits Blogs, die weniger als 200 Follower haben
4. stelle diesen Personen, 11 neue Fragen

1. Was ist dein Antrieb zu bloggen?
Worte. Ganz eindeutig. Worte sind mein Antrieb. All diese schönen Worte für schöne Gefühle und schöne Momente. All diese hässlichen Worte für hässliche Gefühle und hässliche Momente. Ich muss das irgendwie loswerden, also schreibe ich. Und welcher Schreiberling möchte nicht andere Menschen (oder eigentlich die ganze Welt) an seinen Worten teilhaben lassen?

 2. Hast du Schreib-Vorbilder? Idole? Große Einflüsse? (Autoren, Redakteure, Dichter, Blogger etc.)
J. K. Rowling ist sicherlich ein großes Vorbild. Klar, als Harry Potter Fan muss ich das ja sagen. Mich fasziniert es, wie sie ganze Generationen nur mit ihrer Fantasie und ihren Worten so fesseln kann!
Allgemein bin ich leicht zu beeinflussen und das tun dann auch immer genau die Autoren, Dichter, Blogger, etc. deren Texte ich gerade lese.

3. Zweifelst du manchmal an deinen Texten? Warum (nicht)?
Woran genau? Manchmal, im Nachhinein, denke ich mir: Vielleicht hätte ich das anders formulieren sollen. Oder wenn ich etwas extrem Emotionales geschrieben habe: Vielleicht hätte ich das nicht schreiben sollen, weil es viel zu emotional und persönlich ist und was, wenn das irgendjemand mal liest?

4. Was liest du sonst so? (Bücher, online etc.)
Ganz viele Bücher. Also gut, leider nicht so viele, wie ich gerne möchte. Aber neben meinem Bett liegen immer mindestens 2 Bücher. Hauptsächlich Romane. Oder so Allgemeinwissens-Zeugs wie ‚I used to know that‘
Dann lese ich natürlich regelmäßig Blogs. Sowohl auf WordPress als auch auf Tumblr.
Oh und von meinem Freund klau ich mir manchmal „Die Zeit“.

5. Was macht dich generell glücklich? Und wie fühlt sich das an?
Es gibt vieles, das mich glücklich macht: Postkarten von I.. Und Postkarten an sie. Umarmungen von F. und seine Blicke und seine Worte und seine Anwesenheit. Bücher. Gute Sätze, schöne Worte. Gutes (sprich: meist viel zu ungesundes) Essen. Der Mond, egal wie er gerade aussieht. Und all die anderen Punkte, die mir I. auf eine (unvollständige) Liste gesetzt hat.
Wie sich das anfühlt? Gut natürlich. Aber jedes Mal ein bisschen anders. Mal einfach nur wie ein fettes Grinsen, mal wie wildes Herzklopfen, mal wie ein Rumoren im Bauch.

6. Kannst du was über Liebe erzählen? (gerne natürlich persönlich)
Nein, kann ich nicht. Ich versuche es immer wieder (siehe meine Liebeserklärungen an F. oder meine Konfessionen), doch ich glaube, das würde hier den Rahmen sprengen, wenn ich versuchen würde, etwas darüber zu erzählen…

7. Wenn es keine Konsequenzen hätte: wie würdest du deinen Tag (oder wenn es gerade spät ist: deinen morgigen Tag) gestalten? Du “darfst” wirklich alles. Und hast alles, was du dafür brauchst.
Ich würde in einer einsamen Hütten in Schottland sitzen, Bücher schreiben, Bücher lesen, die Natur genießen, Schwarztee und Whisky trinken (nacheinander, nicht gleichzeitig), Briefe schreiben, irgendwelche Berge besteigen und die Aussicht und Einsamkeit genießen.

 8. Was hast du bis jetzt vom Leben gelernt?
Dass es kein Ponyhof ist.

9. Wenn du irgendeine Superkraft haben könntest, was wäre sie?
Ich würde gerne allen Menschen mehr Freundlichkeit einpflanzen können. Mitgefühl, Toleranz und alles, was es braucht, damit Menschen nicht mehr so scheiße sind. (Ich denke vor allem jetzt, mit Syrien und der Türkei und Paris und Brüssel, ist das extrem aktuell).

 10. Willst du Kinder? (ist eher so eine Frage, die mich persönlich interessiert.. weil ich das Gefühl habe: keiner will mehr Kinder..)
Nicht jetzt. Aber ich wäre gerne eine richtig tolle, coole Oma. Was bedeutet, dass ich davor erst selbst Kinder brauche…

11. Selbstlob ist wichtig: worin bist du gut?
Im Nachdenken. Meist erst hinterher, aber dann besonders gut.

And now: Meine Nominierungen!

Mittlerweile habe ich ziemlich viele Blogs entdeckt, die ich mag.
Und Folgende davon möchte ich nominieren:
Allen voran Moritz, der dabei ist, etwas Größeres aufzubauen und mich daran teilhaben lässt. Danke dafür!
Michi, die mir schon so lange so treu folgt.
Lettercastle
Katka
Lyrifant
Natalie
Julie
Simon

Das hier sein meine Fragen an euch:
1. Wer ist der wichtigste Mensch in deinem Leben? Und weiß diese Person das?
2. Wofür wärst du bereit zu sterben?
3. Und wofür lebst du?
4. Wer oder Was beeinflusst dein Leben am meisten?
5. Wer oder Was beeinflusst dein Schreiben am meisten?
6. Schreibst du lieber digital oder analog?
7. Was wäre dein Traumberuf? (unabhängig davon, ob du die nötigen Abschlüsse, Zertifikate etc. hast)
8. Welche Frage hättest du schon immer mal gerne beantwortet bekommen?
9. Was schätzt du an deinen Freunden am meisten?
10. Was muntert dich auf, wenn es dir richtig beschissen geht?
11. Welche drei Kleinigkeiten haben dir heute eine Freude bereitet?

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7 Gedanken zu “Liebster Award

  1. Schön, dass du „trotzdem“ mitmachst und dich gegen den Gegentrend stellst. Ich find’s auch nicht verkehrt, mitzumachen. Letztlich eben: es ist eine Art „Kettenlob“, das aber ja schon an gewisse Menschen adressiert ist.
    Schöne Antworten, und Freude beim Weiterschreiben wünsche ich dir!! 🙂

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    1. Genau, nachdem es eben an gewisse Menschen adressiert ist, ist es doch viel gezielter als andere „Kettenaktionen“. Wobei das sicherlich auch jeder ein wenig anders sieht, wie das bei Menschen ja so üblich ist 😉 Danke nochmal fürs Nominieren! Und dir ebenfalls weiterhin viel Freude beim Schreiben 🙂

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  2. Huhu Felicita, deine Antwort auf Frage 9 finde ich super, es wäre wirklich toll wenn man so was einpflanzen könnte 🙂 (die anderen aber auch) Deine Einleitung zum liebsten Award hat mich auch etwas nachdenklich gestimmt. Ich hatte tatsächlich die selben Zweifel noch mal teilzunehmen, und dachte aber an meine Motivation selber zu nomnieren, und die war tatsächlich das ich den nominierten meine Bewunderung für ihr Schreiben ausdrücken wollte. Ich danke dir nochmal für die Ehre der Nominierung 🙂 Liebe Grüße Michi

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  3. Liebe Felicitas,

    erst einmal ganz lieben Dank, dass Du mich hier nominiert hast. Das bringt mich in die Bredouille: Ich will eigentlich kein Spielverderber sein und nicht zu denen gehören, die es chic finden, den Award abzulehnen – aber seit meiner frühesten Jugend habe ich ein Kettenbrief-Trauma, und an das erinnert mich diese Geschichte hier natürlich sehr…
    Damit Du aber siehst, dass ich Deinen Vorschlag ernst nehme (ich war ein paar Tage unterwegs, und heute hatte mich der Alltag schon wieder fest in den Krallen), will ich wenigstens die Fragen versuchen zu beantworten… (auch wenn ich die Kette nicht weiterreiche):

    1. Wer ist der wichtigste Mensch in deinem Leben? Und weiß diese Person das? – Das ist der / mein Mann, mit dem ich nun annähernd 30 Jahre mein Leben teile – und ja, er weiß das.
    2. Wofür wärst du bereit zu sterben?
    Schwierige Frage: Wäre ich das für irgendetwas? Oder wäre ich letztendlich doch zu feige? Aber vielleicht doch: wenn ich damit jemanden retten könnte, den/die ich liebe oder auch nur für wertvoll halte.
    3. Und wofür lebst du?
    Oh, das frage ich mich oft. Lange habe ich für meine Arbeit gelebt, teilweise mache ich das immer noch, aber ich mache Fortschritte… ich denke, es wäre schön, wenn ich einfach für das Leben / für mein Leben leben würde.
    4. Wer oder Was beeinflusst dein Leben am meisten?
    Viel zu oft meine Arbeit – aber auch: die Literatur, die Arbeit und Leben verbindet.
    5. Wer oder Was beeinflusst dein Schreiben am meisten?
    Die Sprache – aber inzwischen muss ich wohl auch sagen: die Tagespolitik, genauer: Ungerechtigkeit (welcher Art auch immer), der alltägliche Rassismus… aber natürlich auch: die Liebe..
    6. Schreibst du lieber digital oder analog?
    Ihren Anfang nehmen meine Texte meist noch ganz konservativ handschriftlich, den Feinschliff mache ich aber dann direkt in Computer.
    7. Was wäre dein Traumberuf? (unabhängig davon, ob du die nötigen Abschlüsse, Zertifikate etc. hast)
    Ja, doch, eigentlich wollte ich immer Schriftstellerin werden, Lyrikerin natürlich. Eine Zeitang dachte ich, dass die (Literatur-)Wissenschaft doch immerhin ein Beruf des Schreibens ist… leider ist die neue Universitätswelt voll mit Verwaltungsaufgaben, so dass Wissenschaftlerin nun nicht mehr zu meinen Traumberufen gehört…
    8. Welche Frage hättest du schon immer mal gerne beantwortet bekommen?
    Was veranlasst Menschen, sich ein Leben zu stricken, in dem sie eigentlich gar nicht leben wollen?
    9. Was schätzt du an deinen Freunden am meisten?
    Aufrichtigkeit, Zuverlässigkeit, menschliche Wärme
    10. Was muntert dich auf, wenn es dir richtig beschissen geht?
    Richtig laute Musik, z.B. von Queen, aber auch von Rainbow (eine der Deep Purple-Nachfolge-Gruppen) – laut muss es sein!
    11. Welche drei Kleinigkeiten haben dir heute eine Freude bereitet?
    Die Sonne draußen (ist aber eigentlich keine Kleinigkeit), der Beginn meines Taiji-Kurses, die Zustimmung meines Mannes zu meinem neusten Text (kommt ganz selten vor).

    Liebe Grüße von Sabine alias Lyrifant

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