Hässlichkeit!?

DSC04831 wunderschön

Wir müssen aufhören, uns hässlich zu fühlen.
Wir müssen aufhören, Menschen nach ihrem Aussehen zu definieren und zu beurteilen. Es ist egal, wie alt die Jacke ist, es ist egal wie lang die Haare sind. Die auf dem Kopf und die an den Beinen. Es ist egal, wie breit der Lidstrich ist. Es ist egal, wie breit der Hüftumfang ist.
Es ist egal.
Es ist einfach so! verdammt! egal!

Menschen können schön sein. Und Menschen können hässlich sein.
Innerlich.
Und das hat rein gar nichts mit dem Aussehen zu tun.
Sind wir nicht eigentlich immer schön? Wenn es uns gut geht. Wenn wir das tun, was wir gerne tun.

Was ist das für eine Gesellschaft, die uns vorschreibt, welche Figur wir haben müssen? Welche Kleidergröße, welche Haarfarbe. Welche Schuhe wir zu tragen haben, welche Röcke, welche Jeans. Schiefe Zähne werden verachtet, schiefe Beine, eine schiefe Frisur, ein schiefes Lächeln.
Sie hat dünnere Beine als ich.
Er hat breitere Schultern als ich.
Sie tragen teurere Uhren als wir.

Doch was sagt das über uns aus?
Über sie – die Anderen?
Sagt eine Schuhmarke, ob sie hinter dir stehen, wenn die Welt sich gegen dich richtet?
Sagt ein perfekter Lidstrich, ob sie dich zum Lachen bringen kann?
Sagt ein Sixpack, ob er dir aufhilft, wenn du hinfällst?

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5 Gedanken zu “Hässlichkeit!?

  1. Das ist so wahr was Du schreibst und trotzdem höre ich auch in meinem Kollegenkreis ständig solche Diskussionen über andere Menschen. Traurig und die, die da ablästern müssten eigentlich ganz still sein.

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  2. Es ist so wahr. Und dennoch. Während des Studiums habe ich als Bibliotheks-HiWi gearbeitet. Wir hatten dort in der Bibliothek jemanden, der war schon über 60 und studierte – allerdings ohne Ausweis und was weiß ich – immer noch. Ein blitzgescheiter Typ, der sich nie getraut hatte, die Prüfung zu machen. Und der war wirklich hässlich. Und dazu noch ungepflegt. Ein ungeschriebenes Gesetz lautete, dass wir ihn durchziehen. Und er war auch wirklich nett und hat geholfen (Latein war seine große Spezialität und dazu eigentlich alles andere auch). Aber wenn ich mittags beim Essen neben ihm sitzen musste, war es immer eine Überwindung. Ich habe ihn auf eine Art wirklich gemocht, aber seine Hässlichkeit war für mich doch immer eine Art Mauer. Zu einer freundschaftlichen Berührung zum Beispiel habe ich mich nie durchringen können.

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    1. Okay das ist ziemlich ehrlich! Aber ich weiß was du meinst. Vor allem ungepflegte Menschen stoßen uns automatisch ab. Oberflächlichkeit liegt leider in der Natur der Menschen, doch ich schätze jeden, der sich dessen schon mal bewusst wird. (Und höchster Respekt gebührt dem, der aktiv etwas dagegen tut….)
      Mir ging es in erster Linie aber um die Abweichung vom Idealbild. Im Sinne von zu dick oder zu kurze Haare oder zu bunte Kleidung.

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