Liebeserklärung an F. – Teil VII

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Es gibt nichts mehr zu erzählen, befürchtest du.
Nicht wie damals, als wir gar nicht mehr aufhören konnten zu reden, auch nicht nach einer stundenlangen Autofahrt, einem ganzen Abend vor dem Zelt, einer ganzen Nacht im Zelt und einer weiteren stundenlangen Autofahrt.
Mittlerweile kennen wir die Geschichten, von Kindheit & Erwachsenwerden, von Familie & Freunden, von Schule & Studium & Beruf.

Du brauchst mir nicht mehr die Namen deiner Schwestern sagen, ich habe sie bereits kennengelernt.
Ich brauche dir nicht mehr die Farbe des Pferdes erklären, du hast sein Fell bereits berührt.

Ich kenne deine Freunde, deine Narben, die Bedeutung deines Rings, dein Heimatdorf, alles.
Du kennst meine Familie, meine Kämpfe, die Bedeutung meiner Armbänder, mein Kinderzimmer, alles.
Wir können von der Vergangenheit nichts mehr erzählen, ohne uns zu wiederholen.

Na und?

Dann erzähle mir von deiner Gegenwart!
Von deinen Gedanken, von deinen Gefühlen,
von deinen Träumen, von deinen Zielen.
Oder sei einfach bei mir und schweige.
Deine Anwesenheit erzählt genug.

Teil I
Teil II
Teil III
Teil IV
Teil V
Teil VI

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Ein Gedanke zu “Liebeserklärung an F. – Teil VII

  1. Wenn man all die Geschichten kennt, geht es doch erst richtig los, weil man durch sie die Gegenwart besser versteht und wie jemand heute ist. Etwas zu reden findet sich bestimmt, wenn man sich nur öffnet und sein Herz sprechen lässt 🙂

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