Beobachtungen in einer fremden Stadt

Cappuccinoschaum

Der Wind trieb eine Zeitung über das Kopfsteinpflaster.
Die Bäume schaukelten, verloren Blatt um Blatt, überall ein goldener und roter Regen.
Die Möwen am Himmel schienen den Wolken hinterherjagen zu wollen.
Menschen setzten sich auf Bänke, redeten, tranken Kaffee aus Pappbechern, stritten sich, standen wieder auf.
Menschen gingen vorbei, hasteten und eilten oder schlenderten. Mützen tief ins Gesicht gezogen.
Ein Hund vor der Tür der Bäckerei, durch deren Fenster ich nach draußen starrte. Meinen Cappuccino hatte ich noch immer nicht angerührt. Eigentlich mochte ich keinen Kaffee, doch ich mochte diese Blätter, die man mit Milchschaum in den Kaffee macht.
Der Schokoladenkuchen viel zu süß und dennoch nahm ich mir nochmal ein Stück.
Die Fassaden der anderen Häuser hell erleuchtet von Reklame in einer fremden Sprache.
Ich hatte Heimweh.

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