Am Abgrund der Panik

Kurz vor dem Abgrund

Sie hatte mir erst als wir vom Freibad zurückgekommen waren und sich ihre Haut schon überall schälte, von ihrer Chlor-Allergie erzählt.
Wir waren wandern gegangen, trotz ihrer Knieverletzung, von der ich nichts gewusst hatte.
Sie hatte mir eine Nusstorte gebacken, obwohl ihr von Nüssen schlecht wurde.

Sie hatte mir erst von ihrer Höhenangst erzählt, als wir im Riesenrad saßen und am höchsten Punkt anhielten.
Sie war mit mir auf Bäume geklettert, vom 10 Meter Brett gesprungen, über Hängebrücken gegangen.

Sie war die ganze Zeit am Abgrund der Panik entlangbalanciert, lebensmüde, ohne dass ich je davon erfahren hatte.
Sie hatte alles für mich geopfert, sie hätte alles für mich getan.
Und ich bin trotzdem gegangen.
Ich Arschloch.

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2 Gedanken zu “Am Abgrund der Panik

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