Vermutlich war das Meer nur für mich so blau

Meerblau

Ich war an einem Ort, an dem das Meer die Farbe deiner Augen hatte.
Sofort wusste ich, dass ich hätte gehen sollen.
Hätte.
Stattdessen verbrachte ich den ganzen Tag dort, am Meer. Starrte in die Wellen, beobachtete die weißen Schaumkronen, die hier an diesem Ort nicht schmutzig wirkten sondern erfrischend. Beobachtete, wie eine Welle nach der anderen hereinbrach. Manche groß, manche klein, manche wütend, manche zaghaft. Und alle blau. Aber nicht irgendein blau. Sondern dein blau.
Der Wind schlug mich, zerrte an meinen Haaren, an meiner Jacke, an meinen Fingern. Meine Augen tränten. Vom Wind oder vom Salzwasser oder von der Kälte oder von der Erinnerung. Ich vermochte es nicht zu sagen.
Doch eines spürte ich: mich umdrehen war unmöglich.
Erst als sie mich an der Hand nahm, merkte ich, dass es höchste Zeit wurde zu gehen.
Die Wellen (das Meer, deine Augen) verfolgten mich.

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