Eine Optische Täuschung der Zeit

Löwenzahn-Leichtigkeit

Manchmal frage ich mich, ob wir tatsächlich alle so schnell altern, wie es mir vorkommt. Vielleicht ist das auch nur eine optische Täuschung. Ein Bild, das sich ändert, wenn man es nur lange genug anstarrt. Oder wenn man nur oft genug hin- und wieder wegsieht.

Ich denke zurück an eine Zeit, die angeblich Jahre zurück liegen soll, sich aber wie gestern anfühlt.
Ich sehe Fotos, auf denen wir so aussehen, wie ich uns für immer im Gedächtnis behalte. Doch sobald ich sie mit der Realität vergleiche, sind da Unterschiede zu sehen, die mich erschrecken lassen.
Wir sind doch noch nicht alt und dennoch gibt es schon die ersten Lücken in unseren Reihen.
Verstritten. Weggezogen. Tot.

Wie kann es sein, dass 365 Tage so schnell vergehen können?
Wie kann es sein, dass Veränderung sich in unsere Leben schleicht. Wie eine Katze, die das Zimmer unbemerkt betritt, auf Samtpfoten, ohne einen einzigen Laut. Und plötzlich springt sie dir auf die Brust, während du nichts ahnend dalagst, in dein Buch vertieft. BAM! Ist da eine Veränderung die du irgendwie schon immer kanntest, aber noch nie wahrgenommen hast.
Und schon wieder sind drei Jahre vergangen, während du geistig das Alter von Menschen auf das Jahr 2011 hochrechnest.

Aber vielleicht täuscht das auch nur.

 

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3 Gedanken zu “Eine Optische Täuschung der Zeit

  1. Mir fällt das Wort: Dasein dazu ein, einfach nur Dasein. Zeit lässt sich nicht fassen.Erinnerungsstücke hatten nur ein längst vergangenes Ich fest, aber nicht die Zeit (spontane Gedanken zum Text)

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