Tatort

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Ich besitze keinen Fernseher und dennoch möchte ich jeden Sonntag mit dir Tatort sehen. Dabei ist der eigentliche Tatort ein Berg. Oder vielleicht doch die Postfiliale, vor deren Türen wir uns das erste Mal küssten.
Es gibt ganz klar einen Täter und der bist du. Denn mit Taten hab ich es nicht so, dafür bin ich zu schüchtern. Ich kümmere mich lieber um die Worte. Um Ausreden. Faule & wahre. Um Bekenntnisse. Lippenbekenntnisse, die von meinen Lippen zu deinen wandern. Das ist nicht schwer, dazwischen ist nicht viel Platz.
Ich habe nur Angst davor, was dabei herauskommt, wenn sich unsere Lippen mal trennen. Oder unsere Wege. Meine Hoffnung aber ist, dass der Täter immer wieder zum Ort des Verbrechens zurückkehrt. Die Frage ist nur, ob das nun mein Herz ist. Oder ein Berg. Oder doch diese Postfiliale.
Kann man Spuren so einfach verwischen? Ich hoffe nicht. Zumindest versuche ich, dafür zu sorgen. Also ritze ich mir deinen Namen in mein Herz. Keine Sorge, nur metaphorisch gesprochen, denn vor Schmerzen habe ich noch mehr Angst als vor einem Leben ohne dich. Versuche ich mir zumindest einzureden.

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