Jedes Ding bei seinem wahren Namen nennen

Typewriter

Der Titel steht. Und die Selbstsicherheit wankt.

Es war vor einer Ewigkeit, dass ich von meinem Buch erzählte. Danach schwieg ich darüber.
Doch nur weil nicht mehr darüber geschrieben wurde, heißt das noch lange nicht, dass es nicht fertig geschrieben wurde. Das wurde es nämlich. Fertig. Ich übrigens auch. Fix & Fertig. Schreiben ist Bluten.
Doch schreiben allein reicht noch nicht.
Das Kind braucht einen Namen. Wobei es diese Beschreibung vielleicht nicht so ganz trifft. Kindernamen finden muss einfacher sein. Um Welten. Schwerer kann es nämlich nicht sein. Schwerer kann nur wenig sein.
Nicht nur, dass dieses eine Buch einen Titel möchte. Es ist schließlich Auftakt für eine Trilogie. Und die braucht auch einen Namen. Mit Wiedererkennungswert. Passend zum Genre. Und zur Zielgruppe. Originell. Und alles andere halt auch, was die Suche noch zusätzlich erschwert.
Man kann sich gar nicht vorstellen, wie einfallslos man wird, wenn die einzigen vernünftigen sechs Vorschläge schon lange gestrichen wurden. Man kann sich auch gar nicht vorstellen, wie oft man sich selbst ein und denselben Vorschlag als neue Idee verkaufen möchte und wie oft man ebendiesen erneut durchstreichen kann.

Irgendwann aber war der Titel gefunden. Und der steht. (Bis mir etwas Besseres einfällt.)

Evanna Athos und die Zeiten der Macht.

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13 Gedanken zu “Jedes Ding bei seinem wahren Namen nennen

    1. Ich glaube die Wahl kann auch nur falsch sein… Und dann gibt es dir Leute, die eine einzige Idee haben brauchen und das wird dann der endgültige Buchtitel (z. B. bei Neil Gaiman, American Gods). Da wird man echt neidisch… Wie weit bist du denn mit deinem Buch?

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      1. Das stimmt! Ich bin mit dem Manuskript fertig, sitze jetzt aber an der Korrektur, die mich total demotiviert und ich komme nicht voran… plötzlich gefällt mir nichts mehr… so richtig voran komme ich auch nicht 😦 Ich hoffe, ich kann die nächsten Tage mein Tief überwinden und einfach weiter machen! Ich bin eigentlich guter Hoffnung, dass es am Ende bestimmt ganz gut wird 😉

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      2. Hast du denn zwischen dem ursprünglichen Schreiben und dem Korrekturlesen ein wenig Zeit vergehen lassen? Etwas Abstand zur Geschichte schadet da nämlich nicht. Und blicken wir den Tatsachen ins Auge: Mit jedem Absatz, den du schreibst, wirst du besser. So ein Buch hat verdammt viele Absätze. Natürlich bist du am Ende des Buches besser als am Anfang. Sieh das Ganze also nicht zu niederschmetternd; the struggle is part of the process 🙂

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  1. Sehr schön! Das freut mich. Und er klingt… groß, interessant, vielschichtig. Ihr Name zu Beginn deutet an, dass sie im Leben steht. Sich findet, für sich kämpft (nicht fremdgerettet wird) und „die Zeiten der Macht“ lässt erstmal viel offen. Was man aus der Vergangenheit, der eigenen Gesellschaft kennt und nur vermuten kann.
    Ohne eventuelle Wunden aufzureißen… aber wird es dann für die jeweiligen Bände Untertitel geben? 😉

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