Schall & Mauern

Bamberger Dom

Du gibst alles. Nur nicht auf. Dein Kopf ist ein Schlafzimmer ohne Bett.
„Ich möchte kein Astronaut sein“, sagtest du mal. „Das stell ich mir langweilig vor.“
Jeder Satz ein Understatement. Du bist, selbst wenn du rückwärts fährst, schneller am Ziel als alle Anderen. Weil du deine Ziele unterwegs setzt und wenn du sie nicht zu erreichen scheinst, wird der Weg zum Ziel. Solltest du mal am Verlieren sein, änderst du die Regeln, bis sie niemand mehr versteht. Nur du. Weil sich dein Kopf und dein Ehrgeiz keinen Regeln unterwerfen lassen.
Regeln sind dazu da, gebrochen zu werden.
Angst ist dazu da, überwunden zu werden.
Nebenbei überwindest du Mauern und Gesetze und Murphy’s Law ja sowieso. Worst case: Deine Ideen crashen mit eintausendzweihundertsechsunddreißig Stundenkilometern gegen Wände der Realität. Immerhin hast du die Schallmauer durchbrochen. Und das überlebt keine Wand.
Lediglich Kirchen lässt du stehen. Aber wunderst dich bis heute, warum dich dein Gott nicht kennt. Vielleicht, weil Kirchen nicht dazu gedacht sind, überwunden zu werden?
Du wusstest noch nie, wann du stoppen solltest.

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Dialog mit einem widerspenstigen Mädchen

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In Momenten wie diesem verstand ich, warum es Menschen gab, die sie fürchteten.

„Ich kann sehr wohl allein nach Hause gehen“, fauchte sie. „Oder was spricht deiner Meinung nach dagegen?“
Ich sah sie an, klein wie sie war, in einem verdammt kurzen Kleid, das unverschämt viel von ihren Beinen zeigte, sah in ihre Rehaugen, die sie angriffslustig zusammengekniffen hatte.
„Ich habe nicht gesagt, ich begleite dich nach Haus, weil du ein Mädchen bist“, sagte ich schnell. Klar, sie sah aus wie ein hilfloses Mädchen. Aber wenn sie eines nicht war, dann hilflos.
„Ich komme schon mit den Männern klar.“ Sie verschränkte die Arme vor der Brust. Muskulöse Arme.
„Ich weiß. Aber die Männer kommen nicht mit dir klar.“ Ich zwinkerte ihr zu. Weil sie dadurch nur noch grimmiger dreinsah, ergänzte ich: „Mensch, du bist immer noch die kleine Schwester meines besten Freundes. Max bringt mich um, wenn ich dich nachts allein durch die Straßen laufen lasse.“
„Ich werde auf deine Beerdigung kommen“, entgegnete sie trocken. Dann ging sie an mir vorbei und trat aus der Bar, ohne sich noch einmal nach mir umzudrehen.

Never Judge a Book by its Cover

Evanna Athos und die Magie des Waldes

Ja ja, es kommt auf den Inhalt an, Äußerlichkeiten sind nebensächlich.
Und dennoch, der 1. Eindruck ist so wichtig, weil er bleibt.

Aber ich spreche hier nicht über Menschen. Sondern über Bücher.
Genauer gesagt, über mein Buch. Nummer 2.
Denn mir liegt der finale Coverentwurf vor. Und ich weiß ja nicht, wie es euch so geht, aber ich bin begeistert.

Dieses Mal habe ich mich nämlich nicht selbst mit Fotos abgekämpft, mit Schriftgrößen, Schattierungen, Millimeterarbeit. Nein, dieses Mal habe ich eine Fachfrau gefragt. Und das Ergebnis kann sich echt sehen lassen. (Meine Nerven sind auch sehr dankbar!)

Was haltet ihr davon?

An alle meine Instagram-Follower da draußen: Ich muss euch warnen! In den nächsten Wochen und Monaten werdet ihr das Cover in allen möglichen Variationen sehen, ständig, überall, bis es euch in euren Träumen verfolgen wird…
Denn bis zur Veröffentlichungen ist es nicht mehr lang!

Wie es beginnt

Converse

Es beginnt doch immer so:
Sie saßen am ersten Schultag zufällig nebeneinander.
Zufällig. Wie es bei solchen Geschichten nun mal so ist.
Und das ist doch alles, was es braucht, um ein ganzes Leben zu füllen.
Ein Schultag, ein unsicherer Blick, geteilte Angst ist halbe Angst.
Und sie werden 70 Jahre lang ihre Ängste teilen.

Schulhofwettrennen.
Mathe abschreiben.
Erste Liebe.
Wachstumsschmerz.
Zukunftsangst.
Unsicherheit.
Große Liebe.
Große Rückschläge.
Arbeitsalltag.
Beziehungskrise.
Postkarte aus Chile.
Brief aus Frankreich.
Verlustangst.
Was ist Familie?
Erinnerungen.
Beerdigungen.
Hände halten.
Leben lassen.
Sterben lassen.
Gemeinsam gehen.