Dezember

Fairylights

Dezember ist Erleichterung,
weil November endlich vorüber ist.
(Schlimmer kann es nicht werden.)
Und gleichzeitig Angst
vor dem, was noch kommt.
(Und was, wenn doch?)
Wir sehnen ein Ende herbei
und wünschen uns doch,
dass es nie endet.
(Zumindest manchmal.)
Alles weiß dort draußen,
macht alles schwarz hier drin.
Ich lebe nun komplett in grau.
(Und du schaltest die Lichterkette an.)


Banner lang

Advertisements

Krähen im Nebel

Fassaden

Ich möchte Regen in Amsterdam,
Krähen im Nebel,
alles auf Anfang,
in Stille leben.

Ich möchte kalt-schwarze Wände
und grauen Stein,
ein Buch ohne Ende,
lesen im Kerzenschein.

Ich möchte dunkelste Wolken
und nassen Asphalt,
nur noch mir selbst folgen,
die Ruhe von Wald.

Ich möchte verschachtelte Dächer,
den Himmel voll Rauch,
dunkle Gewässer
und dich möchte ich auch.


Banner lang

Oktober

Oktober

Für Oktober kommt die Stärke zurück,
die schon lange verloren schien,
doch scheinbar nie ganz verschwunden war.
Selbstvertrauen & Selbstbewusstsein
sind dieselbe Seite
von zwei verschiedenen Münzen,
irgendwie ein zweischneidiges Schwert,
das zerstört – die Angst
(vor sich selbst & vor Fremden)
und aufbaut – die Freundschaft
(zu sich selbst & zu Fremden).
Blätter fallen zu Boden,
wie alle meine Masken.
Do you like what you see?

Von Wasserfällen

Waterfall

Nie wieder Wasserfälle auf meinen Wangen,
schwöre ich mir,
noch während sich eine Pfütze
auf meinen Knien bildet,
zwischen den Flecken aus Wimperntusche,
die an Flügel von Vögeln erinnern,
die jeden Herbst in den Süden ziehen.
Zumindest sie können der Dunkelheit entfliehen,
ich hingegen behelfe mir
mit der Suche nach Polarlichtern,
mit Kerzen in jedem Fenster
und mit stets griffbereiten Streichholzschachteln.
Die trage ich sowieso immer bei mir,
für den Fall, dass ich all diese Brücken
doch endlich anzünden möchte kann.
Bisher jedoch war noch jedes Streichholz
in einem Wasserfall ertrunken.