Send me to Mars

bloody moon

A house, never built,
a place for thieves,
the place where we killed
all memories.
A thief came near,
saw us fall apart,
all he could hear
was my beating heart.

Flying from clocks,
flying to Mars,
halfway I stop
counting my scars.
Too many to stay,
too less to die.
‚Wait‘ you say
and ‚Run!‘ I cry.

The tear on my face
is blood on my tongue,
but all I can taste
is blood in my lung.
Send sparks to the Moon,
send sparks to the Sun
it’s over, too soon,
that’s how it’d begun.

So send me to Mars,
alone in the dark,
just counting the scars
on my beating heart.

 

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Hungry Eyes

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Der Hunger
in deinen Augen
ist der Hunger
in meinem Herzen

Der Hunger
nach morgen
ist der Hunger
von gestern.

Dein Hunger
verzehrt mich
mein Hunger
entblößt dich.

Deine Augen
fragen mich
und mein Herz
fragt nicht.

 

Teerherz

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Teerherz nannten sie mich.
Mein Herz war geteert,
geteert, aber auch gefedert,
seit wir uns
unter bunten Lampions
das erste Mal angeblickt hatten,
Apfelwein trinkend,
gläserklirrend,
ein Hurra auf den Sommer rufend.
„Lass uns gemeinsam zu viel Apfelwein trinken“,
hast du gesagt
und ich habe deinen glitzernden Blick
mit einem Nein beantwortet.
Mein Herz war federleicht
und giftig wie Teer.

Wiederfinden

Atlantik Gischt

Wer bist du eigentlich? Und vor allem wo?
In einer Welt, die so groß ist wie diese hier, verliert man sich so schnell aus den Augen. Seltsamerweise aber nicht aus dem Herzen.
Wie soll man sich denn jemals wiederfinden, wenn man nicht weiß, wo man suchen soll?
Du spielst mit meinem Herzen ein seltsames Spiel.
Oder ein Lied, zu dessen Melodie ich gerne Walzer tanzen würde.
Und auch wenn das für dich alles keinen Sinn macht, ist es für mich doch der erste Gedanke jeden Morgen. Oder zumindest der zweite. Gleich nach der Frage, wohin du meinen Verstand entführt hast.
Wobei entführen wohl das falsche Wort ist, denn schließlich ist er freiwillig mit dir mitgegangen.
Ohne mich zu fragen.

Gänsehaut auf dem Herzen

Gänsehaut auf dem Herzen

Dichte Nebelschwaden erhoben sich.
Waberten um Baumspitzen.
Verdeckten Wälder und Berge und Wolken.

Ein einzelner Vogel zieht seine Kreise.
Durch Schichten aus grau.
Grau. Und Grau.
Einsam. Wie ich.
Vielleicht leisteten wir uns auch gegenseitig Gesellschaft.

Um mich herum nur die Bäume.
Die sich hinter dem Nebel versteckten.
Als wollten sie nichts mit mir zu tun haben.

Es war kalt. Sie war richtig so, diese Kälte.
Passte zu diesem seltsamen Gefühl in meinem Herzen.

Ich hatte Gänsehaut auf den Armen.
Ich hatte Gänsehaut auf dem Herzen.

Langsam kroch der Nebel in mein Innerstes.
Breitete sich in mir aus.
Legte sich auf mein Herz,
auf meine Lungen.

Alles wurde ruhiger.
Mein Atem.
Der Atem der Welt.