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Februar bittet zum Tanz,
wirbelt uns
durch den Saal,
der eigentlich
die ganze Welt ist
und lässt uns dann
einsam draußen stehen.
Wir rauchen alle
Luft statt Zigaretten.

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Januarschnee

Januar öffnet den Vorhang,
begrüßt uns
mit großen Worten,
mit Trommelwirbel
und …
Stille.
Eisiges Schweigen.
Zuckersüß.
Wir warten
auf Applaus.

Dezember

Fairylights

Dezember ist Erleichterung,
weil November endlich vorüber ist.
(Schlimmer kann es nicht werden.)
Und gleichzeitig Angst
vor dem, was noch kommt.
(Und was, wenn doch?)
Wir sehnen ein Ende herbei
und wünschen uns doch,
dass es nie endet.
(Zumindest manchmal.)
Alles weiß dort draußen,
macht alles schwarz hier drin.
Ich lebe nun komplett in grau.
(Und du schaltest die Lichterkette an.)

Winternacht

Winternacht

Es war gespenstisch.
Schwärzeste Nacht, sternklar, klirrend kalt.
Der Schnee reflektierte das blasse Licht des Mondes.
Alles war weiß und bleich, wie Knochen.
Und es war kein Geräusch zu hören.
Als würde jeder Laut verschluckt werden vom Schnee, der heute den ganzen Tag lang stumm gefallen war.