Send me to Mars

bloody moon

A house, never built,
a place for thieves,
the place where we killed
all memories.
A thief came near,
saw us fall apart,
all he could hear
was my beating heart.

Flying from clocks,
flying to Mars,
halfway I stop
counting my scars.
Too many to stay,
too less to die.
‚Wait‘ you say
and ‚Run!‘ I cry.

The tear on my face
is blood on my tongue,
but all I can taste
is blood in my lung.
Send sparks to the Moon,
send sparks to the Sun
it’s over, too soon,
that’s how it’d begun.

So send me to Mars,
alone in the dark,
just counting the scars
on my beating heart.

 

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Wer einen solchen Kollegen hat …

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Es gibt da diesen Satz „Wer einen solchen Kollegen hat, braucht keine Feinde mehr“, der bei uns ständig durchs Büro gerufen wird.
Doch eigentlich müsste ich sagen: „Wer einen solchen Kollegen hat, braucht keine Freunde mehr.“

Als ich damals neu in der Firma war, hatte ich deine Scherze und ironischen Sprüche nicht verstanden. Und deine gruselig-blauen Huskyaugen verunsicherten doch sowieso jeden Menschen, der dich nicht kannte.
Aber mit jedem deiner Scherze und mit jedem deiner ironischen Sprüche lernte ich dich besser kennen. Mochte ich dich mehr.
Du nahmst mich auf in eure eingeschworene Büro-Truppe, als wäre es selbstverständlich. Was es für dich vermutlich auch war.
Du ignorierst mein Stottern, brichst mein ängstliches Schweigen. Weil du so offensiv mit all meinen Schwächen umgehst. Und mit deinen ebenfalls. Für jeden Scherz über mich machst du drei Scherze über dich.
Ich lache dich aus und du lachst mich aus. Wir kommunizieren nur noch mit Mittelfingern. Und Augenzwinkern. Und Grinsen.

„Wer einen solchen Kollegen hat, braucht keine Feinde mehr!“, werfe ich dir mit einem Augenzwinkern zum fünften und letzten Mal für heute an den Kopf, als ich an dir vorbei aus dem Büro gehe. Ich frage mich kurz, ob du mich vielleicht nicht gehört hast, denn ausnahmsweise kommt keine fiese Antwort von dir.
Ich bin bereits am Auto, als du plötzlich neben mir stehst.
„Ich wäre gern mehr als dein Kollege“, sagst du leise.
Aus Gewohnheit warte ich auf die Pointe. Auf dein Zwinkern. Deinen Mittelfinger.
Doch da kommt nichts mehr.

Evanna Athos und die Magie des Waldes

Cover Band 2

Trommelwirbel bitte!

Ab heute ist Band 2 meiner Trilogie um Evanna Athos verfügbar.

In „Evanna Athos und die Magie des Waldes“ beginnt Evanna ihr zweites Schuljahr in Angleridge – einem britischen Internat für Kinder mit besonderen Fähigkeiten. Natürlich möchte Rektor Severin noch immer nicht, dass seine Schüler etwas von ihren Fähigkeiten wissen. Wie sonst sollte er sie zu ahnungslosen, gehorsamen Figuren in seinem politischen Spiel machen?
Nur Evanna und ihre Freunde wissen davon. Umso wichtiger ist es, dass sie sich – wieder einmal – gegen den Rektor stellen. Doch das hat fürchterliche Folgen …

Wer wissen möchte, wie die Geschichte um Evanna, Austin und die Anderen weitergeht, kann mein Meisterwerk Nummer 2 überall kaufen, wo es Bücher gibt. Zuallererst natürlich im örtlichen Buchhandel.
Na gut. Für all die faulen Online-Besteller, hier ein paar Links:
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Zurückhaltend

Reh

Du sagtest, du wärst zurückhaltend.
Ich dachte zuerst: schüchtern und scheu
wie ein Reh.

Damals glaubte ich das.
Unschuldig und naiv wie ich war.
Als ich noch nicht dein Innerstes kannte.

Dein Innerstes, ein zerstörtes Schlachtfeld,
besudelt von vergossenem Blut,
ein dunkles Paradies für Krähen.

Jetzt weiß ich, was du wirklich bist.
Nicht schüchtern und scheu,
nicht wie ein Reh.

Aber zurückhaltend.
Weil du weißt, was ein Sturm anrichten kann.
Und diesen versuchst du zurückzuhalten.

Schall & Mauern

Bamberger Dom

Du gibst alles. Nur nicht auf. Dein Kopf ist ein Schlafzimmer ohne Bett.
„Ich möchte kein Astronaut sein“, sagtest du mal. „Das stell ich mir langweilig vor.“
Jeder Satz ein Understatement. Du bist, selbst wenn du rückwärts fährst, schneller am Ziel als alle Anderen. Weil du deine Ziele unterwegs setzt und wenn du sie nicht zu erreichen scheinst, wird der Weg zum Ziel. Solltest du mal am Verlieren sein, änderst du die Regeln, bis sie niemand mehr versteht. Nur du. Weil sich dein Kopf und dein Ehrgeiz keinen Regeln unterwerfen lassen.
Regeln sind dazu da, gebrochen zu werden.
Angst ist dazu da, überwunden zu werden.
Nebenbei überwindest du Mauern und Gesetze und Murphy’s Law ja sowieso. Worst case: Deine Ideen crashen mit eintausendzweihundertsechsunddreißig Stundenkilometern gegen Wände der Realität. Immerhin hast du die Schallmauer durchbrochen. Und das überlebt keine Wand.
Lediglich Kirchen lässt du stehen. Aber wunderst dich bis heute, warum dich dein Gott nicht kennt. Vielleicht, weil Kirchen nicht dazu gedacht sind, überwunden zu werden?
Du wusstest noch nie, wann du stoppen solltest.

Dialog mit einem widerspenstigen Mädchen

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In Momenten wie diesem verstand ich, warum es Menschen gab, die sie fürchteten.

„Ich kann sehr wohl allein nach Hause gehen“, fauchte sie. „Oder was spricht deiner Meinung nach dagegen?“
Ich sah sie an, klein wie sie war, in einem verdammt kurzen Kleid, das unverschämt viel von ihren Beinen zeigte, sah in ihre Rehaugen, die sie angriffslustig zusammengekniffen hatte.
„Ich habe nicht gesagt, ich begleite dich nach Haus, weil du ein Mädchen bist“, sagte ich schnell. Klar, sie sah aus wie ein hilfloses Mädchen. Aber wenn sie eines nicht war, dann hilflos.
„Ich komme schon mit den Männern klar.“ Sie verschränkte die Arme vor der Brust. Muskulöse Arme.
„Ich weiß. Aber die Männer kommen nicht mit dir klar.“ Ich zwinkerte ihr zu. Weil sie dadurch nur noch grimmiger dreinsah, ergänzte ich: „Mensch, du bist immer noch die kleine Schwester meines besten Freundes. Max bringt mich um, wenn ich dich nachts allein durch die Straßen laufen lasse.“
„Ich werde auf deine Beerdigung kommen“, entgegnete sie trocken. Dann ging sie an mir vorbei und trat aus der Bar, ohne sich noch einmal nach mir umzudrehen.